• 29.06.2013 - "Wohn-Riester"


    Es war im Jahr 2000/2001. Die gesetzliche Rentenversicherung wurde reformiert. Das Nettorentenniveau wurde gesenkt und Forderungen nach einer staatlich unterstützten Altersvorsorge wurden laut. Der damalige Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung -Walter Riester - schlug eine freiwillige Altersvorsorge durch eine Altersvorsorgezulage vor. Der Begriff der "Riester-Rente" war geboren.

    Seit dem wurden mehr als 15 Millionen Riester-Verträge geschlossen. Trotz vieler Kritik (Kompliziertheit, Gebührenstruktur der Verträge, Steuerpflicht in der Auszahlungsphase, Verschwendung von Steuergeldern, undurchsichtige Vertragsbedingungen) erscheint die Riester-Rente eine Erfolgsgeschichte.

    Mit Verabschiedung des Altersvorsrge-Verbesserungsgesetzes kommt es ab dem 01.01.2014 zur Vereinfachtung und Verbessserung bei der Riesterförderung. Insbesondere soll der Aufbau von selbstgenutztem Wohneigentum weiter verbessert werden.

    Was ist also neu ?

    a) Mindestrestbetrag

    Jeder Vertrag muss die Möglichkeit vorsehen, dass das Gelder aus angespartem Vorsorgevermögen für eigengenutzte Wohnzwecke verwendet werden dürfen. Es muss im Vertrag aber ein Mindestreservebetrag von € 3.000,00 verbleiben.

    b) Mindestentnahmebetrag

    Der Mindestentnahmebetrag für die Anschaffung, Herstellung oder Entschuldung der selbstgenutzten Wohnimmobilie muss mindestens € 3.000,00 betragen.

    c) Jederzeitliche Entnahmemöglichkeit

    Unter Beachtung des Mindestrestbetrages und des Mindestentnahmebetrages können zu einem beliebigen Zeitpunkt der Ansparphase die Mittel verwendet werden

    d) Barrierereduzierder Umbau

    Neu ist, dass auch der barrierereduzierte Umbau der selbstgenutzten Wohnung berechtigte, Beträge aus dem Vertrag zu nehmen. Es gibt dafür aber besondere Voraussetzungen.